Ein Tablett mit Fisch und Garnelen, garniert mit Zitronen und Kräutern.

Marktupdate 2026 – Diese Entwicklungen beeinflussen aktuell Preise und Verfügbarkeit

von Sabine Haseke
© Schwalenstöcker & Gantz GmbH
Die Märkte für Lebensmittel bleiben auch 2026 in Bewegung. Aktuell beeinflussen mehrere Faktoren gleichzeitig die Preisentwicklung und Verfügbarkeit wichtiger Produkte für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Besonders im Fokus stehen derzeit Logistikrisiken im Welthandel, Entwicklungen bei Pflanzenölen sowie die Versorgung mit TK-Fisch.
Vom 06.03.2026

Globale Handelsrouten unter Druck

Ein wichtiger Unsicherheitsfaktor ist derzeit die geopolitische Lage im Nahen Osten. Durch den Konflikt im Umfeld des Iran kommt es zu Einschränkungen im Schiffsverkehr rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für Energie weltweit. Rund 20 % des globalen Öltransports passieren diese Passage, weshalb Störungen schnell Auswirkungen auf Energiepreise und damit auch auf Transportkosten haben können.

Hinzu kommen weiterhin Sicherheitsprobleme auf der Route Rotes Meer / Suezkanal, wodurch Reedereien Umwege fahren oder Risikozuschläge berechnen. Diese Faktoren verlängern Transportzeiten und verknappen Containerkapazitäten.

Schale mit Sashimi, garniert mit einem Blatt.
© Schwalenstöcker & Gantz GmbH

Für den Lebensmittelhandel bedeutet das: Besonders importabhängige Produkte aus Südostasien können teurer werden. Dazu zählen unter anderem:

  • TK-Garnelen und Shrimps
  • Kokosprodukte wie Kokosmilch oder Kokoscreme
  • Thunfischkonserven
  • teilweise auch Duftreis oder palmölbasierte Fette

Grundsätzlich gilt: Je höher der Transportanteil am Produktpreis, desto stärker wirken sich steigende Logistik- und Energiekosten aus.

TK-Fisch: Angebotsknappheit im Nordatlantik

Im Fischmarkt bleibt die Lage angespannt. Besonders bei klassischen Weißfischen aus dem Nordatlantik – etwa Kabeljau oder Seelachs – führen Quotenkürzungen und knappe Bestände zu einem Nachfrageüberhang.

Die Folge: steigende Preise und teilweise eingeschränkte Verfügbarkeit. Der Preisdruck betrifft inzwischen auch Alternativen wie Rotbarsch, Kap-Seehecht oder Alaska-Seelachs.

Für die Quartale II und III 2026 ist daher weiterhin mit festen bis steigenden Preisen zu rechnen.

Pflanzenöle: Stabil, aber weiterhin fester Markt

Bei pflanzlichen Speiseölen zeigt sich der europäische Markt aktuell insgesamt stabil bis leicht fest. Entscheidend für die Entwicklung sind vor allem Ernteerwartungen, Biodieselpolitik sowie Exportmengen aus der Schwarzmeerregion.

Rapsöl

Rapsöl bleibt das wichtigste Speise- und Frittieröl im europäischen Foodservice. Die solide EU-Ernte 2025 sorgt für eine grundsätzlich gute Versorgung. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage hoch – insbesondere aus der Lebensmittelindustrie und der Biodieselproduktion.

Bis zur neuen Ernte 2026 wird deshalb ein stabiler bis leicht fester Markt erwartet.

Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl zeigt weiterhin eine volatilere Entwicklung, da der Markt stark von Exporten aus der Schwarzmeerregion – insbesondere Ukraine und Russland – abhängig ist. Schwankende Exportmengen und logistische Risiken können kurzfristige Preisschwankungen verursachen.

Trend im Foodservice

Im Großküchenbereich gewinnen High-Oleic-Frittieröle zunehmend an Bedeutung. Sie bieten eine höhere Hitzestabilität und längere Standzeiten in der Fritteuse, was den Ölverbrauch reduzieren kann.

Zwei Plastikflaschen mit Flüssigkeit
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Fazit: Mehrere Faktoren treiben die Märkte gleichzeitig

Aktuell treffen mehrere Entwicklungen zusammen:

  • geopolitische Risiken im Welthandel
  • stabile bis feste Märkte bei Pflanzenölen
  • Angebotsengpässe bei wichtigen Fischarten

Für Gastronomie und Großverbraucher bedeutet das vor allem eines: frühzeitige Planung und flexible Produktalternativen werden wichtiger.

Wir beobachten die Märkte weiterhin genau und informieren regelmäßig über relevante Entwicklungen für Küche und Einkauf.

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Sabine Haseke
Marketing & Event-Management
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